Nun bleibt aber noch die Frage nach dem Sterben, das wir uns so sorgfältig vom Leibe zu halten suchen, als etwas, das irgendwann einmal eintreten wird, vielleicht in fünfzig Jahren, vielleicht schon morgen. Und doch leben wir in der ständigen Angst davor, einmal ein Ende gesetzt zu bekommen und von all dem getrennt zu werden, was wir besitzen, wofür wir gearbeitet, was wir erlebt haben – Frau, Mann, Wohnung, Möbel, Garten, die Bücher oder die Gedichte, die wir geschrieben haben oder noch zu schreiben hofften.

Wir haben Angst, all das zurückzulassen, weil wir selber die Möbel sind, wir sind das Gemälde, das uns gehört. Wenn wir Geige spielen können, dann sind wir diese Geige. Haben wir uns doch mit all diesen Dingen identifiziert – wir sind all das und sonst nichts. Haben Sie das je von einer solchen Warte aus betrachtet? Wir sind die Wohnung – mit ihren Fensterläden, dem Schlafzimmer, den Möbeln, die wir Jahre hindurch so sorgfältig poliert haben, die uns gehören – das ist es, was wir sind. Wenn uns das genommen wird, sind wir nichts mehr.
Und davor haben wir Angst: nichts zu sein. Ist es denn nicht wirklich merkwürdig, dass Sie vierzig Jahre lang damit zugebracht haben, ins Büro zu gehen und kaum, dass Sie damit aufhören, Herzbeschwerden bekommen und sterben? Sie sind das Büro, die Akten, der Manager, der Buchhalter oder was auch immer Sie tun, Sie sind das, und sonst sind Sie nichts. Natürlich haben Sie auch eine Menge Ideen über Gott, über Güte, über Wahrheit, darüber, wie die Gesellschaft sein müsste – aber das ist es dann auch. Und das macht Kummer. Sich klarzumachen, dass es das ist, was Sie sind, bringt großen Kummer, aber den allergrößten Kummer müsste uns eigentlich machen, dass wir uns darüber nicht klar werden. Es zu erkennen und festzustellen, was es bedeutet, ist Sterben.

Sterben ist Teil des Lebens. Sie können nicht lieben, ohne zu sterben, allem zu sterben, was nicht Liebe ist, allen Idealen zu sterben, die bloße Projektionen Ihrer eigenen Wünsche sind, allem Vergangenen, allem Erlebten zu sterben, so dass Sie erkennen, was Liebe ist, und damit auch, was Leben ist. So ist Leben, Lieben und Sterben ein und dasselbe, nämlich ganz und gar, vollständig, jetzt zu leben. Dann wird auch unser Tun nicht länger voller Widersprüche sein, nicht mehr Schmerz und Kummer mit sich bringen. Dann ist da nur noch Leben, Lieben und Sterben, und alles ist unser eigenes Tun. Und in diesem Tun ist Ordnung. So zu leben ist lieben und sterben.

Wie können wir die Kraft finden, ohne Theorien und Ideale zu leben?
Woher nehmen wir denn die Kraft, mit ihnen zu leben? Woher nehmen wir die ungeheure Energie, um mit Rezepten, mit Idealen, mit Theorien leben zu können? Leben wir nach solchen Rezepten? Wie bringen wir denn nur die Energie dazu auf? Diese Energie muss sich in Konflikten verbrauchen. Das Ideal ist irgendwo da hinten, wir aber sind hier, und nun versuchen wir, ihm gemäß zu leben? Deshalb gibt es eine Spaltung, gibt es Konflikte, und damit wird Energie vergeudet. Wenn wir nun diese Energie Verschwendung erkennen, wenn wir erkennen, wie absurd es ist, Ideale zu haben, Rezepten und Konzepten zu folgen, und dadurch ständig in Konflikte geraten, wenn wir das erkennen, dann haben wir die Energie, ohne all das zu leben. Dann werden wir Energie im Überfluss haben, weil sie nicht mehr in Konflikten vergeudet zu werden braucht. Aber, wir trauen uns einfach nicht, so zu leben, weil wir konditioniert sind. Und so nehmen wir dieses ganze System von Rezepten und Idealen auf uns, zumal alle anderen das genauso machen. Wir leben damit, wir nehmen das Leben in Konflikten als etwas Unvermeidliches hin. Doch wenn wir das erkennen, nicht verbal, nicht theoretisch, nicht intellektuell, wenn wir mit unserem ganzen Sein spüren, wie absurd es ist, so zu leben, dann haben wir den Überfluss an Energie, der nur entstehen kann, wenn es keine Konflikte mehr gibt. Dann gibt es nur noch die Tatsachen und nichts anderes mehr. Da geht es dann um die Tatsache, dass wir habgierig sind, nicht um das Ideal, demzufolge wir nicht habgierig sein dürfen, was zur Vergeudung unserer Energie führen würde, nein, es geht um die Tatsache, dass wir habgierig, besitz ergreifend und herrschsüchtig sind. Das allein ist Tatsache, und wenn wir unsere gesamte Aufmerksamkeit auf diese Tatsache richten, dann werden wir auch die Energie haben, sie aufzulösen und endlich frei leben zu können, ohne irgendeines Ideal, irgendeines Prinzips, irgendeines Glaubensbekenntnisses zu bedürfen. Und das hieße endlich auch, zu lieben und allem Vergangenen zu sterben.

Bin ich auch Christos?

Mord, Tod, Vergewaltigung, Materialismus, Kindesmißbrauch, Betrug, Religion, Gesundheit, Geister, Bäume, Bücher, Musik, Tiere, Drogen, Liebe, Sex, Frauen, Männer und endlos weiter könnte es gehen …
Wie in Worte fassen was in mir gedanklich lebt?
Und warum überhaupt das ganze?

So wie viele vor mir, und gleichzeitig zum Glück mit vielen anderen Menschen, beschäftigen mich die ethischen, die grundlegenden Fragen des Lebens. Die Kindheitserlebnisse hin, das spätere Leben durch, reifte in mir die Gewißheit vieles nicht mehr in meinem Kopf behalten zu können wenn ich weiterhin am Leben zu bleiben gedachte.
Zu viele Fragen dessen Antworten nur noch mehr Unkenntniss bloss stellten.
Zu viel Macht der Ohnmacht.

Was aus einer tiefen Abneigung gegen die Ausbeutung der seelischen Kraft durch die Masse der Erleuchteten die manchmal auch mich zu heilen drohten, mich zum permanenten Nachdenken über das Innerste der Welt zwang, verlangte bald nach mehr. Es verlangte es nach euch. Verlangte nach Reinheit durch Reflexion.
Keine Macht der Ohnmacht.

Es sollte hierbei keine Rolle spielen wie und warum ich zu den elementären Fragen des Lebens kam. Jeder hat irgendwo seinen grossen und kleinen Krieg. Wichtig scheint es mir, die Erkenntnise und die Ideen mit euch auszutauschen.
Der Krieg lehrte mich die Normen des Guten und des Schlechten hinter mir zu lassen, des Richtigen und des Falschen überdrußig, geht es darum den Rest meines Lebens mit Sinn, voll zu leben.
Es gilt zu handeln ohne zu kämpfen. Etwas für die Menschen und diese – unsere Erde zu tun.
Nicht nur Nachdenken, sondern Tun. Nicht morgen, nicht irgendwann sondern hier und jetzt !

Die Zeit des einsamen Kriegers ist vorbei.
Und so wie bei verschiedenen anderen, schon laufenden Projekten, glaube auch ich an die Kraft der Vernetzung.
Nicht einer alles, sondern sehr viele ein wenig. Jeder so viel wie wir können und dabei immer menschlich bleiben.

Das was ich tue ist zu lieben.
Durch die Liebe die Schöpfung ehren.
In mir ruhend die Liebe für mich entdecken.
Sich ergänzend, zum Wohle der Gemeinschaft und der Heilung von uns allen.
Und wenn es mich das Leben kosten sollte – so sei es.

Es bedeutet also, daran zu arbeiten der Seele die Ürsprünglichkeit zu verleihen die es braucht um sich von den Parasiten zu befreien die sie zu ersticken und von Innen heraus auszufressen drohen. Es geht dabei nicht um Status oder Macht gegenüber der Mitmenschen. Es muß begriffen werden daß jeder ein Buddha werden kann. Ich glaube nicht dass Christos auferstanden ist. Ich bin mir aber sicher das er für sich und für uns alle gestorben ist. Es muß begriffen werden daß zum Sein des Erwachens viel mehr bedarf als Trommel schlagen und Mantras singen. Die Jungfrau Maria können wir den Kranz beliebing hoch und herunter beten. Wir sind es. Wir sind das Alpha und das Omega.
Wie viele von den heutigen Neo – Maximumprofit – Eitelkeit Schamanen – Heiler und Propheten (alles auch mit der -in Endung) sind sich der Verantwortung bewußt gegenüber den Menschen die in ihrer hoffnungsvoller Erwartung buchstäblich ihre Haut und Haare dafür geben? Von der Frage was die matterielen Güter damit zu tun haben ganz zu schweigen. Wie viele Menschen sind sich der Möglichkeit bewusst sich von den anderen helfen zu lassen ohne in die Sklaverei abtreiben zu müssen?
Für unsere Spiritualität bedeutet es die Todgeburt.
Dem Sokrates gleich wäre mir voller Schierlingsbecher dann doch lieber.

Menschlich, allzu menschlich möchte ich hinausschreien anbetracht dessen was angeboten, angepriesen, verkauft und gekauft wird. Die westliche Konsummentalität als spirituelle Tötungsmaschinerie?

Chakren Meisterschaft als Wochenendkurs in Italien und als Bonbon (gegen Zuzahlung versteht sich) gleich ein drittes Auge obendrein? So ein All inklusive Paket hat was, da bekommt man was für das Geld und zum erzählen gibt es im Cafe, oder beim nächsten Tantra Kurs auch mehr als sonst. Und wenn schon, möge jetzt jemand einwerfen, solange es hilft…

Aber das ist es eben!
Es hilft nicht!
Ein fatales Zusammenspiel wie der Pan mit seiner Zauberflöte – Betrug und Selbstbetrug sind es um diese heuchlerischen Mörder beim Namen zu nennen. Irgendwo in den Tiefen unseren Bewusstseins weilen sie um wiederholt zuschlagend immer mehr von uns Besitz nehmend. Sie waren es nie und können es nie werden – die materiellen Reichtümer und spiritueller Diebstahl als Grundlage unserer seelischen Kraft.

Und du? Wer bist du? Ruft jetzt einer. Wer gibt dir das Recht so zu schreiben?

Ein Kind der Schöpfung bin ich, wie wir alle!
Ein Lamm zum Schlachter geführt, Klinge an der Kehle spürend, des Blutes seiner Genossen riechend, nach Kräften zu wehren sich versuchend…
Nicht an mir liegend über das Gute und das Böse zu urteilen.
Nicht mir anmaßend andere belehren zu können, und schon gar nicht gleiches zu dürfen.
Aber es ist das Gefühl in meinem Herzen das mich zum Handeln treibt.

Einer tödlichen Erbschaft gleich. Es ist der Tod unserer Nachkommenschaft.
Die Welt hat es vor mir gegeben, und die wird es nach mir weiter geben.

Und so träume ich.
Denn wenn ich träume bin ich.
Eine andere Wirklichkeit.

Eine Wirklichkeit in der jeder sich des eigenes Leidens bewusst wird.
Eine Wirklichkeit in der die Menschheit, sich ihrer Selbst bewusst ist.
Eine Wirklichkeit in der die Menschheit ein Netzwerk bildet, in dem sich einzelne ihrer eigener Wurzel und Fähigkeiten bewusst sind, und gleichzeitig durch die Anerkennung anderer Kulturkreise an der Weltheilung arbeiten. Alles was wir brauchen haben wir schon in uns.
Denn alles was die Seele des Leidens ausmacht ist universell. Es ist überall und in allen Menschen da. Wir müssen lernen, es auch anzunehmen. Die absolute immaterielle Hingabe. Mehr Reichtum gibt es nicht.

Helft mit, unseren Kindeskindern keine Wüste zu hinterlassen. Öffnet die Augen und schaut euch um!
Denn es geschieht seit Jahren etwas Wundervolles. Es findet eine Geburt statt! Die Geburt eines neuen spirituellen Menschen. Eines spirituellen Menschen der Jahrtausende alt werden kann.

Und es liegt an uns ob es ein Todgeborenes wird.

Alle unter euch die durch diese Zeilen etwas in sich entdeckt haben, etwas was euch zum Handeln bewegen könnte, ihr seid alle willkommen. Und ihr ganz anders fühlende und so ganz anders denkende Menschen, ihr seid mir noch willkommener.

Schenkt man dieser Weissheit Glauben braucht man sich über die Kriege nicht zu wundern !
Wenn ich das eigene er- und gelebte Elend betrachte gemeinsam mit dem Elend auf der ganzen Welt so glaube ich inzwischen an eine andere Weissheit.
Liebe ist die größte Kraft im Universum.
Die bedingungslose und wahrhaftige Liebe.
Liebe dich selbst um deine Mitmenschen lieben zu können.
Liebe deine Mitmenschen um die Welt lieben zu können.
Jeder von uns ist ein Messias. Manche wissen es bloß noch nicht.

Für alle die sich mit mir austauschen möchten bin ich gerne da. Und wenn jemand gar glaubt durch mich, wie auch immer Hilfe erfahren zu können, so fragt mich und wenn es in meiner Macht steht werde ich es immer tun. Fragt bloss ncht nach der Bezahlung. Die Bitte wäre mir Lohn genug.
Darauf basierend gilt es sich mit den alternativen Lebens- und Umgangsformen zu beschäftigen. Mit den Möglichkeiten also, einer sanften, einer spirituel-politischen Revolution.

Im Namen der Liebe,
für gewaltfreie Erde.

Liebe und Frieden.
Ljubav i mir.

Ljubomir

Aber es ist das Gefühl in meinem Herzen das mich zum Handeln treibt.