Die Kunst des Lebens

Ich kleide in Worte, was andere mit Farbe malen.
Ich kleide in Worte, was andere vielleicht in seltenen Augenblicken fühlen, wenn sie all diese Dinge satt haben – ihre Kirchen, ihre Politiker, ihre Banken, die Nichtigkeiten ihres häuslichen Lebens, die Langeweile des Büros, all die Stupiditäten des Lebens, die für die menschliche Würde eine Beleidigung sind. Wenn sie zwanzig Jahre oder mehr damit verbracht haben, Tag für Tag ins Büro zu gehen oder Essen zu kochen und ein Kind nach dem anderen zur Welt zu bringen – wenn sie sowohl das Vergnügen wie die Langeweile, die Nichtigkeit, die Hoffnungslosigkeit all dieser Dinge erfahren haben, müssen sie sich doch manchmal gefragt haben, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, plötzlich, unerwartet zu dem ursprünglichen Quell zu kommen, zu dem eigentlichen Wesen der Dinge, um von dorther zu leben, zu wirken, sich zu entfalten, so dass sie niemals mehr ein einziges Buch zu lesen, irgendeine Philosophie zu studieren, irgendein Bild oder einen Erlöser anzubeten brauchen – denn wohin sie auch blicken: überall ist dieser Mittelpunkt, von dem alle Handlung, alle Liebe, jegliches Ding seinen Ausgang nimmt.

Und nun nicht nur meine, weitere Gedanken dazu…

Die Liebe  Das Leben  DER TOD